Brainbased Consulting 1.4 Warum Stammkunden schlecht fürs Geschäft sind

Warum Stammkunden schlecht fürs Geschäft sind

David Sichert

 

Neues Jahr, neue Impulse! Widmen wir uns mit kritischer Neugier der Frage, wie unsere Stammkunden unser Business negativ beeinflussen können. „Stammkunden“ stehen hier als Symbol für business as usual.

In einem früheren Artikel habe ich beschrieben, wie unser Gehirn, aufgrund von Schutzmechanismen versucht, uns vor Änderungen zu bewahren. Durch unsere ausgeprägten Angstrezeptionen reagieren wir auf Veränderungen automatisch mit Stress. Aufgrund unserer Fähigkeit, mögliche Bedrohungen in der Zukunft zu ersinnen, bestraft uns unser Gehirn zusätzlich mit eingeschränkter Denkfähigkeit und gehemmter Kreativität.

Das Bekannte und Gewohnte beruhigt also unser Gehirn, auch wenn es uns nicht wirklich glücklich oder erfolgreich macht. Aus diesem Grund sind Stammkunden gut fürs Gemüt.

Aber sind sie deshalb auch gut fürs Geschäft?

Wollen wir weiterhin unserem skeptischen Gehirn folgen und die Komfortzone des Gewohnten als sichere Basis nutzen, so werden wir das, was außerhalb dieser Sicherheit liegt, anfangen zu vermeiden. Die Stammkundschaft entwickelt sich so in unseren Köpfen zu einem gedanklichen Naturschutzgebiet. Wir hegen und pflegen sie und kümmern uns um ihr Wohlergehen. Die Welt außerhalb dieses Reservates beäugen wir mit Unbehagen.

Das kann dazu führen, dass wir mehr Energie in die Aufrechterhaltung des Status Quo investieren, als in die wichtige, permanente Weiterentwicklung unseres Geschäfts. Ein Kreislauf aus Stress, mangelnder Kreativität, abnehmender Risikofreude, stagnierenden Innovationen, ökonomischem Abschwung usw. kann nun die Folge sein.

Die Neurowissenschaften plädieren für ein Umdenken in Bezug auf Veränderung in unseren Vorhaben. Das Ziel sollte demnach sein, behutsam dem Gehirn die Neugier auf Veränderung schmackhaft zu machen. Brainbased Consulting bietet wirksame Methoden, die uns dabei helfen, dieses Umdenken als etwas völlig normales in unserem Mindset zu verankern. Diese daraus entstehende mentale Neuausrichtung hat die Kraft, unsere natürlichen Vorbehalte in Bezug auf Veränderung zu überkommen und den steten Wandel als Chance zu begreifen.

Eine Entscheidung zu eigenständig gewählter Veränderung birgt daher viel Potenzial. Die aktive Erschließung z.B. neuer Kundengruppen kann so zu wichtigen Innovationen, neuen Produkten, Dienstleistungen oder Märkten führen. Diese optimistische Neugier auf Neues kann zudem unserem Gehirn einen Leistungsschub verpassen, da das Denken nun weniger von möglichen Hemmnissen als von Möglichkeiten bestimmt wird.

 

Aufgrund des rasanten technologischen Fortschritts erleben wir die starke Veränderung von Geschäftsmodellen. Viele etablierte Unternehmen wurden und werden innerhalb kürzester Zeit überrollt und durch Start-Ups ersetzt. Das Management vieler dieser traditionellen Firmen war klar erkennbar in der mentalen „Stammkundenfalle“. Das erforderliche Umdenken im Unternehmen konnte nicht mehr greifen.

 

Die Fähigkeit, ständig bereit dafür zu sein, das Geschäftsmodell, die Produkte und Dienstleistungen flexibel und proaktiv anzupassen, gilt als eine Kerneigenschaft für erfolgreiche Entrepreneure und Manager der Zukunft. Nutze die Möglichkeiten Deines Gehirns und lege die Grundlage für Deinen langfristigen Erfolg.

 

 

Alles Gute für 2017!

 

David